Endometriose
Endometriose ist eine chronische, hormonabhängige, entzündliche, nicht bösartige Erkrankung, bei der sich endometriumähnliches Gewebe (Gebärmutterschleimhaut) innerhalb und außerhalb der Gebärmutter ausbreitet.
Dieses Gewebe blutet, ähnlich wie das Endometrium, während der Menstruation, was zu einer lokalen Entzündung des Peritoneums (Bauchfells) im kleinen Becken und folglich zur Entstehung von Endometrioseherden führen kann. Diese verursachen verschiedene Beschwerden, wie z.B. Unterleibsschmerzen, die sich während der Menstruation verstärken, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, und aufgrund der Bildung von Verwachsungen und immunologischen Faktoren kann auch Unfruchtbarkeit auftreten.
Die schwerste Form ist die tiefe infiltrative (eindringende) Endometriose, die in Blase, Harnleiter und Dickdarm eindringt und dadurch die Lebensqualität von Frauen aufgrund sehr starker Beschwerden erheblich verschlechtert.
Bei der Diagnosestellung sind eine genaue gynäkologische Untersuchung und eine gute Ultraschalldiagnostik sehr wichtig, insbesondere in Kombination mit einem MRT-Befund des kleinen Beckens und der Wirbelsäule sowie der Bestimmung des Tumormarkers CA125 im Serum.
Behandlung
In der Therapie stehen hormonelle Präparate (Kontrazeptiva, Gestagene, GnRH-Analoga) zur Verfügung, die das Wachstum der Endometriose hemmen, sowie NSAR-Analgetika und andere schmerzlindernde Medikamente.
Die beste Lösung ist jedoch die laparoskopische Exzision aller Endometrioseherde. Bei der Operation ist es äußerst wichtig, dass der erste Eingriff so radikal und präzise wie möglich durchgeführt und alle sichtbaren Endometrioseherde entfernt bzw. exzidiert werden, da nur dies eine Garantie für die Verbesserung der Beschwerden ist, die diese lästige, chronische Krankheit verursacht.