Zystozele
Der Begriff Zystozele bedeutet ein Absinken bzw. Vorfall der Blase und stellt eine sehr häufige Störung bei Frauen dar, die vaginal entbunden haben; häufig tritt eine Zystozele jedoch auch nach einer gynäkologischen Operation auf.
Eine Frau kann eine Zystozele als glatte Vorwölbung am Scheideneingang ertasten. Eine kleinere Zystozele verursacht normalerweise keine Beschwerden, bei großen Zystozelen kann sich die Scheidenschleimhaut jedoch an der Unterwäsche reiben und dadurch austrocknen oder sogar bluten.
Manchmal ist eine Zystozele die Ursache für eine schlechtere Blasenentleerung, wodurch Urin in der Blase verbleibt (Harnverhalt), was das Risiko einer Blasenentzündung (Zystitis) erhöht.

Behandlung
Da es sich um eine Schädigung der Blasenstütze (Faszie) handelt, bedeutet dies, dass funktionelle Behandlungsmethoden (Kegelübungen, Stimulationen auf dem Magnetstuhl) nicht helfen werden.
Eine Zystozele kann nur operativ behoben werden. Am häufigsten entscheiden wir uns für einen Eingriff unter Lokalanästhesie, bei dem die Blase mit einer speziellen chirurgischen Technik durch die Scheide angehoben wird. Manchmal muss die Blase mit einem Netz unterstützt werden, was insbesondere bei einem Rezidiv der Zystozele der Fall ist.
Bei der Behandlung von Zystozelen ist ein eventueller vaginaler Laser völlig wirkungslos!