Gynäkologie

Eierstockzysten

Eierstockzysten stellen größtenteils ungefährliche Veränderungen dar, die vor der Menopause zyklisch auftreten und die hormonelle Aktivität des Eierstocks widerspiegeln.

Es handelt sich um ein normales Phänomen, bei dem die Follikel (Zysten) eine Größe von bis zu 30 mm erreichen und dann platzen, wodurch die Eizelle freigesetzt wird (Ovulation). Die Zysten können funktionell sein und im nächsten Zyklus verschwinden, sie können aber auch innerlich bluten und platzen, was zu stärkeren Blutungen im Bauchraum führen kann, die gelegentlich operativ, laparoskopisch gestoppt werden müssen.

Unter den Zysten, die nicht verschwinden, sind Teratome (Dermoide) und Schokoladenzysten (Endometriome) am häufigsten.

Dermoidzysten

enthalten Fettgewebe, Haare, Schilddrüsengewebe und Zähne. Diese Zysten verursachen in der Regel keine Beschwerden und werden meist zufällig entdeckt, oft erst bei einer routinemäßigen Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft.

Teratome können durch ihr Wachstum den Eierstock zerstören und die ovarielle Reserve verringern, sehr selten, bzw. in 1-3 % der Fälle können sie sich auch bösartig verändern.

Die häufigste Komplikation bei einem Teratom des Eierstocks ist seine Verdrehung oder Torsion, bei der sich der Eierstock um seine Achse dreht, wodurch der Blutfluss durch die ihn versorgenden Gefäße verringert wird. Wenn sich die Torsion verstärkt, kann dies zu einer vollständigen Unterbrechung der Durchblutung (Ischämie) führen, was zum Absterben des Eierstocks führt. Für die Diagnose der Torsion ist eine genaue Ultraschalluntersuchung sehr wichtig.

Behandlung

Die Behandlung von Teratomen erfolgt laparoskopisch, die Zyste wird ausgeschält und der Eierstock wird vernäht, wodurch er erhalten bleibt.

Endometriome oder Schokoladenzysten des Eierstocks

werden oft zufällig bei einer routinemäßigen Ultraschalluntersuchung entdeckt. Die Entscheidung über die Behandlung hängt von den Wünschen der Patientin bezüglich einer Schwangerschaft und von eventuellen Begleitbeschwerden ab.

Wenn ein Endometriom bei Berührung schmerzhaft und schwer verschiebbar ist und die Patientin auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hat, muss auch in Betracht gezogen werden, dass es sich möglicherweise um eine begleitende tiefe, infiltrierende Endometriose handelt. Endometriome sind oft in Adhäsionen (Verwachsungen), die ihre Torsion verhindern.

In der Postmenopause sind seröse und muzinöse Zysten des Eierstocks häufiger, die ebenfalls meist ungefährlich sind.

Behandlung

Endometriome werden laparoskopisch entfernt, wobei die Zyste ausgeschält und in einem speziell geformten Beutel aus der Bauchhöhle entfernt wird, wodurch verhindert wird, dass sich der Inhalt im Inneren der Bauchhöhle verteilt.

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